Frankreich ist eigentlich für seine Revolution berühmt, die die Freiheitsrechte der Bürger erkämpfte. Das moderne Frankreich ist auf dem Weg zurück zum Ancien Régime und die Kulturministerin Christine Albanel geht auf diesem Wege gegen das fast noch freie Internet vor. Dabei hat die Dame natürlich kein Problem mit den Grundrechten der Bürger und sieht “…keinen Konflikt mit den Grundrechten”. Neben dem drei Schläge-Gesetz, sollen jetzt nach Ihrem Willen bei öffentlichen W-LAN–Zugängen nur der Regierung genehme Seiten erreichbar sein. Darunter fallen natürlich Seiten die “essenziell sind für das wirtschaftliche, kulturelle und soziale Leben des Landes”. Essenziell ist für die Dame zum Beispiel McDonald’s, was die “Grande Nation” auch in kulinarischer Hinsicht in ein sehr schiefes Licht setzt – oder auf die Essgewohnheiten der Dame schließen lässt.
Dass die französische Regierung sich eher um das Wohlergehen der Musik- und Filmindustrie als um das Wohlergehen der eigenen Bürger kümmert, war eigentlich bisher nicht gar so deutlich zu sehen.
Da der Präsident im Showgeschäft gegen seine Gattin kaum eine Chance bei “À la Recherche de la Nouvelle Star” haben wird, könnte es doch Madame Albanel einmal versuchen, aber dann doch besser den Job als Ministre de la culture et de la communication abgeben, denn bei der Vergabe dieses Amtes hat wohl das “Peter-Prinzip” zugeschlagen.
Das passende Lied dazu, den “Hadopi”-Song, hat Jerome Choain gemacht. Sie finden das Video mit dem Chanson auf seinem JCFrog-Blog
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