Der “Fall” Schweitzer ist ziemlich durchgekaut worden, sodass über das verhalten der Dame kaum noch ein Wort verloren werden muss. Aber es hat gedauert, bis die TAZ sich selbst des Falles angenommen hat – nicht in affirmativer Weise – um ihre “Qualitätsjournalistin” zu schützen, das hat der “Blogwart” schon erledigt. Und, er hat auch deeskalierend auf die Autorin eingewirkt Update 31.10.
“…baten wir die Autorin, in ihrem tazblog und gegenüber Spreeblick dazu Stellung zu nehmen, was sie auch getan und deutlich gemacht hat, dass sie den betroffenen Blogger nicht weiter belangen will. Insofern ist die Sache erledigt.”
(Ich hoffe, ich habe den Rahmen des erlaubten Zitierens nicht gesprengt und gerate jetzt nicht auch in eine “Schleppnetzfahndung”.)
Diese beruhigende Haltung hat der Blogwart nicht immer an den Tag gelegt. Und damit die Meinung der TAZ auch unangetastet bleibt und ihr nicht widersprochen werden kann, wird der Kommentar durch Detlef Gürtler einfach verboten:
HALLO LIEBE HEISE-LESER, DIE IHR EUCH JETZT ERST IN DIE DISKUSSION EINBRINGEN WOLLT:
AUCH FÜR EUCH GILT, DASS ZU DIESEM BEITRAG KEINE KOMMENTARE MEHR ANGENOMMEN WERDEN. JEDER KOMMENTAR WIRD OHNE ANSEHEN DES INHALTS GELÖSCHT.
VIELLEICHT VERSTEHT IHR DAS JA BESSER, WENN ICH ES IN GROSSBUCHSTABEN SCHREIBE…
Interessant dabei ist die gleiche Herablassung (…VERSTEHT IHR DAS JA BESSER), die schon Frau Schweitzer an den Tag gelegt hat. Natürlich hat Herr Gürtler sich selbst dezidiert zum “Fall” und der “Blogmobmeute” geäußert –Bravo Herr Gürtler, die Wortwahl hat was und ist eines Qualitätsjournalisten würdig.
Aber auch die TAZ ist nicht ganz merkbefreit. Die späteren Töne sind dann schon etwas freundlicher und Frau Schweitzer wird zurückgepfiffen. Vielleicht hat dabei geholfen, dass es scheint, als ob die Dame selbst gerne kopiert. –Was natürlich etwas ganz anderes ist, da sie den Artikel ja übersetzt hat – mit Erlaubnis?
Ebenso scheint das Geschäftsmodell der Abmahnung nach ‘Schweitzer-Art’ juristisch nicht ganz sauber zu sein, was auch ausgiebig diskutiert wird. Ein bisschen soll der Blogger aber trotzdem dafür büßen, dass er die goldenen Worte von Frau Schweitzer “entführt” hat:
Schweitzer sagt, sie dränge jetzt darauf, dass der Student eine Spende an einen Verein wie Amnesty International zahlt: “Die soll ihn natürlich nicht umbringen, aber zumindest ein Denkzettel sein.”
Diesen “Denkzettel” hat nicht nur der “Student” verdient, sondern auch die Journalistin Schweitzer. Insoweit kann ich mich nur der Meinung eines TAZ-Bloggers anschließen, der es schlimm findet, dass es einen Menschen gibt, der
“…das unfassbar peinliche Geschreibe von Frau Schweitzer so gut findet, dass er es auszugsweise wiedergibt und zum weiteren Lesen empfiehlt, das allerdings wäre in meinen Augen eine Strafe von 1000 oder 2000 Euro lässig wert - als pädagogischer Beitrag zur Geschmacksbildung.
(Damit ich nicht abgemahnt werde: Es sind 5 Zeilen von zwanzig und der Autor des Artikels ist Heiko Werning.)
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1 Kommentar
Seufz.
Ich habe keine Kommentare verboten, sondern nach intensiver Debatte die Kommentare zu den betreffenden beiden Beiträgen geschlossen - wie andere übrigens auch. Da ich das nicht technisch, sondern nur schriftlich tun kann, habe ich es schriftlich getan. Wer trotzdem einen Kommentar abgibt ist entweder zu dumm zum Lesen oder will mich persönlich ärgern - andere bekommen ja nicht zu lesen, was er schreibt. Da mich eine Woche später noch einmal ein ganze Reihe von Kommentaren erreichten, nachdem Heise Online zu mir verlinkt hatte, habe ich für die Dummen das Ganze nochmal in Versalien aufgeschrieben - in einer Wortwahl, die jeder versteht.